ASR Coswig

Firmenentwicklung

Seit 27 Jahren Ihr Partner, unsere zahlreichen Stammkunden wissen wem sie vertrauen können. 1982 gründen die Eheleute Dirscherl, kaum 22jährig in ihrer Heimat einen Autoverwertungs-Betrieb, schnell stellt sich heraus, dass sie zu dem einen Mitarbeiter dringend Unterstützung brauchen. 

Die Schwiegereltern Roos geben ihre Kanal und Hausanschluß Firma auf und steigen schon 1983 mit ein. 1984 haben sie zusätzlich vier Mitarbeiter, sodass jetzt vier Mann nur noch trockenlegen und schlachten, Junior uns Seniorchef den ganzen Tag zwölf bis zwanzig Autos holen, die beiden Frauen mit einem Verkäufer die Teile verkaufen, inzwischen werden mangels genügend gebrauchter auch Scheinwerfer, Blinker und Blechteile neu angeboten. Endlich kann auch ein gebrauchter Bagger angeschafft werden. Der alte Seilbagger vom Tiefbau musste dringend ersetzt werden. 

Zu der Halle, die der Seniorchef gebaut hatte kam nun ein kleiner Holzanbau dazu, der mit Regalen bestückt wurde. Im Jahr darauf wurde ein zusätzlicher LKW, der vier Fahrzeuge auf einmal holen kann, und eine eigene Fahrzeug-Presse gekauft. Ein Tor hatte man sich noch nicht geleistet, auch Öffnungszeiten gab es keine. Die vier waren immer vor Ort, und halfen, wenn es Not war, auch am Sonntag nachmittag. 1986 wurde die Nachbar-Halle mit dazugehörigem Grundstück gekauft. Der Steuerberater schwankt zwischen Bewunderung, Kopfschütteln und purem Entsetzen. Aber die Sparkasse steht zu allen unseren Vorhaben. 1989 hatten sie sieben Angestellte, fünf Hallen, und planten längst, auf Bedrängen der Kunden, einen Zweigbetrieb in Bayern zu errichten.

Der einzige Mann, der sich als Geschäftsführer meldete war noch nicht mal im Betrieb angestellt. Aber er brachte die vier auf die Idee, den Zweigbetrieb in die „neuen Bundesländer“ zu verlegen. Schnell war etwas gefunden, direkt an der Autobahn, das Grundstück wurde gekauft und mit einer dreistöckigen, zweihundertfünfzig Quadratmeterhalle bebaut. Die Grundsteinlegung der ASR Coswig. Die Bauzeit betrug fast zwei Jahre, so dass erst im Oktober 1991 eröffnet werden konnte. Vier Mitarbeiter wurden in Bayern geschult, inzwischen waren zwei weitere dazu gekommen. Die Dirscherls blieben erst einmal vor Ort um die Mannschaft richtig einzuarbeiten.

Geplant war dazu ein Jahr, leider meinte das Schicksal es nicht gut mit ihnen, der Geschäftsführer kündigte dreizehn Monate nach der Eröffnung aus privaten Gründen. Mangels entsprechendem Ersatz blieben sie selber vor Ort. Die Recyclinganlage wurde natürlich nach neuesten Standard gebaut und konnte nicht rechtzeitig eröffnet werden. Da die ASR aber von Anfang an auch Neuteile des freien Marktes, sowie eine Werkstatt mit anbot, war es möglich die Firma bekannt zu machen. Viele Werkstätten kauften zu Großhandelspreisen Autoteile, und auch Privatleute kamen immer mehr. 

Da aber entgegen aller Erwartungen, viel mehr neue Leasingwagen, und wesentlich weniger Altautos als im Westen gekauft wurden, war die Nachfrage nach gebrauchten Teilen nicht so groß. Den größten Teil des Geschäfts machte der Reifenhandel aus. Als einzige Firma in Sachsen-Anhalt bot die ASR Finishbalancen an. Sie war auch eine der ersten freien Werkstätten, die Shok,- und Bremsentest, sowie Fehlersuchegeräte hatte. Die Werbetrommeln mußte gerührt werden, auch teure Radiowerbung brachte nicht viele Neukunden. 1994, zum vierten Frühlingsfest gab es eine große Autoausstellung der Handelspartner. Eine Miss-ASR-Wahl, erster Preis ein Trabant Cabriolet. Der große SB-Bereich wurde geschmälert, da der Bedarf an Zubehör durch gut bestückte Neuwagen gedeckt war.

1996 hatte sich die „Mund zu Mund-Propaganda“ endlich bewährt, die ASR hatte viele treue Stammkunden, die Treue-Karte wurde eingeführt. Wütende Kunden erzählen laut und viel, zufriedene Kunden erzählen wenig, aber nach fünf Jahren hatte es sich herumgesprochen, dass nicht nur der Service stimmte. Leider gab es in Coswig, durch die Nähe zu Polen, fast keine neueren Unfallautos zu kaufen. Gut, dass der Bedarf an neueren Modellteilen mit Neuteilen gedeckt wurde. Bei der ASR gibt es nun alle Neuteile, die im freien Markt erhältlich sind.

Inzwischen ist die Regierung umwelttechnisch auf einem neuen Stand. Die Fahrzeug-Hersteller werden verpflichtet sich um die Rücknahme der Altautos zu kümmern. Verschiedene Hersteller, allen voran BMW und Opel treten an sie heran, die Verwertung zu übernehmen, natürlich mussten viele neue Auflagen eingehalten werden. 1997 war es deshalb kein Problem, nun auch das neu eingeführte TÜV-Zertifiziert zu erhalten. Da die Verbraucher sich längst nicht mehr damit zufrieden gaben, Blechteile in anderen Farben zu montieren, und nie genug Teile in den richtigen Farben zur Verfügung waren, wurde 199? Eine Lackiererei gebaut, leider machte da der Fachkräftemangel einen Strich durch die Rechnung. Da vor allem auch hohe Ansprüche an das Können gestellt wurden, und leider nicht jeder Geselle auch ein guter Lackierer ist. Dazu kam, das nicht genügend Aufträge da waren, dass der Mitarbeiter nur lackieren konnte. Und in die Werkstatt oder Verwertung wollen gute Facharbeiter natürlich nicht.

2005 fing die jüngere Tochter der beiden im Betrieb an und machte eine Lehre als KFZ-Mechatroniker. Aber ihr Herz hing sie an das Lager und Alufelgen. In den kommenden Jahren machte sie einige Schulungen um im ein echter Räderprofi zu werden. Die zukünftige Juniorchefin macht jetzt in erster Linie den Verkauf von Felgen und Reifen, und investierte auch viel Zeit in den Aufbau des Internet-Verkaufs. In den nächsten Jahren mußte einiges schon wieder erneuert werden, so 2007 auch eine neue Verwerter-Software, 2009 einen neuen Abschleppwagen. (Wirklich neu, der erste LKW in der Firmengeschichte den man sich neu anschaffen konnte) Und 2010 ein größerer Bagger. 2009 überrumpelte Merkels Abwrackprämie die gesamte Branche, nun macht sich die große Erfahrung zum Retter, sofort wurde eine Halle dazu gemietet, um die Autos unterzustellen, das restliche Grundstück vorbereitet um die trocken gelegten Autos zu lagern.

Seit dieser Zeit wird versucht die Anzahl von mindestens achthundert Autos zu halten. Dadurch kann man auch die Nachfrage nach Kleinteilen besser zufrieden stellen. Da sich die Seniorchefs nach über tausendsechshundertfünfzig-Stunden-Wochen etwas aus der Firma zurückziehen wollen, wurde aus der ASR eK eine GmbH gegründet, mit den beiden Frauen als Geschäftsführer. Seit 2018 heißt der Betrieb ASR GmbH &Co KG.

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